Detektei

Endlich Gewissheit – seriöse Ermittlung durch eine Detektei

Der Privatdetektiv – diesen Begriff verbindet man vielleicht in erster Linie mit Kriminalgeschichten auf der Hörspielkassette oder in Buchform sowie mit frühkindlichen Berufswünschen. Dafür sorgten mitunter Figuren wie Sherlock Holmes oder Miss Marple, die damals gerne mal zu Helden und Vorbildern wurden. Und auch später im Leben bringt man eine Detektei vielleicht eher mit der Lieblings-Krimiserie zusammen als mit dem eigenen Alltag. Ein klassischer Ausbildungsberuf ist der des Detektivs auch tatsächlich nicht so ganz. Grundsätzlich ist es jedoch ein Job fast wie jeder andere. Und auch jenseits der frühkindlichen Berufswünsche ist es durchaus möglich, als Privatermittler zu arbeiten, ob nun selbstständig auf eigene Faust oder in einer Detektei.

Im Prinzip kann jede Person, die ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorlegen kann, ein Gewerbe anmelden, um als Privatdetektiv zu arbeiten. Es gibt allerdings auch spezielle Ausbildungsgänge, die einige seriöse Detekteien für eine Einstellung voraussetzen. Häufig sind Detektive oder private Ermittler auch Menschen, die bereits zuvor auf ähnlichem Terrain gearbeitet haben, zum Beispiel bei der Polizei oder als Jurist. Dies ist natürlich von Vorteil. Aber besonders, wenn man von der Polizei in eine Detektei wechselt, muss man sich doch etwas umgewöhnen: denn weder ist es Privatdetektiven in Deutschland gestattet, Schusswaffen einzusetzen, noch haben sie sonstige Sonderrechte oder Hoheiten. Auch einige Hilfsmittel, die man womöglich mit einem Detektiv verbinden würde, sind gar nicht erst gestatten: so zum Beispiel Wanzen zum Abhören.

Die Berufsbezeichnung „Privatdetektiv“ ist in Deutschland nicht geschützt. Das stellt wohl eines der größten Probleme dar, wenn man sich auf der Suche nach einer geeigneten Detektei befindet. Denn diese sollte natürlich nicht nur eine hilfreiche Dienstleistung erbringen, sondern all das auch noch mit dem höchstmöglichen Grad an Seriosität erledigen. Meist arbeitet eine Detektei dann eng mit ihren Auftraggebern zusammen. Es findet ein schneller Austausch relevanter Informationen statt, sobald diese ausfindig gemacht wurden.

Übrigens befasst sich eine Detektei nicht hauptsächlich – wie dem Kriminalklischee entsprechend vielleicht erwartet – mit vermeintlich untreuen Ehepartnern, die dann rund um die Uhr und möglichst unauffällig beschattet werden. Zwar gibt es durchaus Fälle im privaten oder zivilrechtlichen Bereich wie etwa Sorgerechts- oder Unterhaltzahlungsproblematiken, Erbschaftsangelegenheiten, Stalking oder die Suche nach vermissten Familienmitgliedern. Diese Aufgaben machen aber nur einen kleinen Teil der Arbeit eines Privatermittlers aus. Weitaus häufiger sind Fälle im Wirtschafts- oder Unternehmensbereich. Meist ist eine seriöse Detektei auf eines dieser beiden Gebiete spezialisiert.

Im Wirtschaftsbereich geht es beispielsweise um die Aufdeckung von Schwarzarbeit oder Versicherungsschwindel, um Diebstahl und Betrug im Unternehmen, um Bonitätsprüfungen oder um die Überprüfung und Kontrolle von Mitarbeitern – etwa was unerlaubte Nebentätigkeiten oder vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit angeht.

Ein Unterschied zur polizeilichen Arbeit ist, dass ein Privatdetektiv sehr unauffällig ist oder dies im besten Fall zumindest sein sollte. In Unternehmen wird sich oftmals unter einem falschen Namen eingeschleust und auch Privatpersonen werden natürlich möglichst unauffällig beschattet. Wo die Polizei ihre Dienstausweise vorlegt, ganz direkt befragt und ermittelt, da arbeitet eine Detektei sehr diskret und spezialisiert sich auf Beobachtung, Observation und Recherche. Somit werden Beweise gesammelt, die für die Polizei oder vor Gericht von Bedeutung sein können.

Der Arbeitsalltag in einer Detektei ist übrigens alles andere als alltäglich: je nach Auftrag und Situation stehen andere Aufgaben an, und insofern stimmt das Klischee, das man womöglich vor Augen hat, tatsächlich: es gehört auch dazu, dass man als Privatdetektiv gut und gerne mal einen ganzen Tag im Auto sitzt und beobachtet. Teils muss auch am Wochenende gearbeitet werden, den Betrug und Verbrechen finden schließlich nicht nur an Werktagen statt.

Möchte man für eigene Belange gern eine Detektei oder einen Privatdetektiv einschalten, so sollte man sich in jedem Fall sehr detailliert informieren und nicht vorschnell eine Detektei beauftragen, die letztendlich zwar verspricht, den Fall zu lösen, die jedoch gar nicht über das nötige Know-How oder schlicht Seriosität verfügt.