Schönheitschirurgie

Schönheitschirurgie: Dem persönlichen Idealbild immer näher kommen

Die Schönheitschirurgie ist Teil der plastischen Chirurgie und wird in der Umgangssprache mit dem Begriff der Schönheitsoperation bezeichnet. Diese beschreibt die Veränderung von Körperteilen eines Menschen nach dessen persönlichen Wünschen mithilfe eines operationalen Eingriffes. Für ein solches Eingreifen muss bei dem Patienten keine medizinische Notwendigkeit diagnostiziert werden.

Schönheitschirurgie beschreibt demnach die Möglichkeit, eine subjektiv wahrgenommene verschönte Optik des menschlichen Körpers zu erreichen. Das Ziel dahinter ist das Aufwerten des eigenen Aussehens, um ein persönliches Ideal zu erreichen. Bei der Schönheitschirurgie handelt es sich also um die rein subjektive Ästhetik und nicht um die Wiederherstellung des Aussehens nach beispielsweise einem Unfall. Diese Form der plastischen Chirurgie nennt man rekonstruktive Chirurgie. Mit der Schönheitschirurgie ist es also möglich, sein von der Natur gegebenes Aussehen nach seinen individuellen Vorstellungen zu verändern.

Die Schönheitschirurgie erlebt in der jetzigen Zeit einen starken Aufschwung. Viele Prominente geben dabei oftmals die Trends vor und andere ziehen mit. Jedoch gibt es diese Form der Körperverschönerung bereits weit aus länger. Es ist also kein Phänomen des jetzigen Jahrhunderts. Schon vor mehr als 3.000 Jahren führten die alten Ägypter schönheitschirurgische Eingriffe in der Gesichtsgegend durch. Natürlich waren diese Operationen noch lange nicht hochprofessionell, sodass hinterher immer Spuren, wie beispielsweise Narben sichtbar blieben. Die ästhetischen Ansprüche wurden jedoch mit der Zeit höher.

Es begann, dass die Methoden der operativen Eingriffe immer mehr verbessert wurden. Ein Verbesserungsprozess, der bis heute anhält und die Operateure immer weiter vorantreibt. Auf diese Weise entstand die Schönheitschirurgie, die sich mit der stetigen Verbesserung von operativen Maßnahmen beschäftigt, um die Nebenerscheinungen des Eingriffes so unauffällig wie möglich zu halten. Die Ästhetik des Operationseingriffes steht bei der Schönheitschirurgie mit an wichtigster Stelle.

Aufgrund der Ästhetik als wichtigsten Punkt wird die Schönheitschirurgie synonym auch als ästhetische, kosmetische oder plastische Chirurgie bezeichnet. Generell beschäftigt sich die Schönheitschirurgie mit den sichtbaren Teilen des Körpers.

In der Schönheitschirurgie gibt es viele verschiedene Operationsarten. Es gibt beispielsweise eine Vielzahl an Eingriffsmöglichkeiten, die den Gesichtsbereich betreffen. Dazu zählen vor allem Nasen-, Augenlid-, Lippen- oder Ohrenkorrekturen. Außerdem können auch am restlichen Körper die unterschiedlichsten Eingriffe vorgenommen werden: Beispielsweise die Straffung der Bauchpartie sowie von Beinen und Armen.

Die wohl häufigsten und bekanntesten Formen der Schönheitsoperation sind jedoch vor allem die der Brustvergrößerung und die der Fettabsaugung. Die Fettabsaugung ist prinzipiell an allen Körperstellen mit übermäßiger Fettablagerung möglich. Allerdings gibt es bei jedem Körperteil und je nach Patient unterschiedliche Erfolgsaussichten, da jeder Körper individuell auf einen solchen Eingriff und eine derartige Behandlung reagiert.

In der Schönheitschirurgie erfordert die Schönheitsoperation eine besonders umfangreiche und detaillierte Beratung und Aufklärung durch den Facharzt. Aufgrund der möglichen Problematiken werden vor jeder ästhetischen Operation ausführliche Beratungsgespräche mit dem Patienten durchgeführt. Diese Beratung wird direkt von einem Facharzt für Schönheitschirurgie übernommen.

Als erstes muss in diesem Gespräch der Veränderungswunsch des Patienten auf die Umsetzbarkeit hin bewertet werden. Soweit eine Operationsfähigkeit des gewünschten Körperteils gegeben ist, müssen die Risiken, die bei solch einem Eingriff bestehen, abgeschätzt und dem Patienten dargestellt werden. Außerdem müssen die Erfolgschancen der Schönheitsoperation offen und ehrlich eingeschätzt werden.

In der Schönheitschirurgie sind ästhetisch bedingte Eingriffe wie medizinisch notwendige Operationen auch immer mit Gefahren für den Patienten verbunden. Es bestehen allgemein bekannte Risiken wie beispielsweise Thrombosen, Embolien oder allergische Reaktionen und es können während der Operation Komplikationen auftreten. Um diesen Risiken vorzubeugen, werden häufig spezielle Medikamente eingesetzt, die den Patienten vor solchen Gefahren bewahren sollen. Kleinere Risiken, die bei einem Heilungsprozess häufiger auftreten, sind in der Regel Narben, Schwellungen oder Blutergüsse, die, wenn alles gut verläuft, mit der Zeit abheilen und gar nicht mehr oder nur noch minimal sichtbar sind. Ein weiteres Risiko für den Patienten ergibt sich daraus, dass seine Erwartungen von dem Ergebnis oftmals unrealistisch sind und demnach das Resultat nicht voll und ganz mit seiner Vorstellung übereinstimmt.